Den Tag wollen wir uns frei halten, bei der Sonnenfinsternis am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu sein. Am Morgen brechen wir auf zu einem Café am Stadtplatz zur Einnahme eines kleinen Frühstücks.

Andi und Martina machen sich anschließend mit dem Rad auf den Weg, um einen guten Aussichtspunkt für die Sonnenfinsternis am Abend zu entdecken. Der Westen müsste dazu ideal sein, die nächste Hügelkette mit 1100 Metern müsste davon weit genug entfernt sein, sodass wir die niedrig stehende Sonne bei Beginn des Schauspiels beobachten können – wenn die Wolken mitspielen.

Alfons und ich schlendern durch die Stadt. Vittoria-Gasteiz ist im Ausland eine kaum bekannte Stadt. Wir sprechen mit einer Spanierin im Café im Park. Sie will wissen wie wir den Ort finden: Sehr schön! Würde sagen Geheimtipp. Sie will auch, dass wir es nicht weitererzählen und der Ort nicht so überlaufen wird, wie z. B. Pamplona.

Wir machen uns auf zum Meuseum der schönen Künste – als Provinzhauptstadt hat Vittoria viele Museen. Zu Zeiten Napoleons war die Schlacht bei Vittoria, wo die Franzosen dann nach 10- jähriger Besatzung aus dem Land getrieben wurden. Diese Leiden wurden in einer Goya-Ausstrllung von Stichen thematisiert.

Andere Räume zeigen Kunstwerke verschiedener Baskischen Künstler, wie z. B Iganzios Dias Olano


oder Ramon Zubiaurre.

Dies Künstler waren von ihren Lebensläufen ins europäische Kunstgeschehen mit Aufenthalten in verschiedenen Ländern eingebunden. Aber schon allein das Gebäude in der alten Villa war sehenswert.

Vor dem Mittagessen, was man ja in Spanien nicht vor zwei einnimmt, sehen wir uns boch das Tourismusmuseum in der Mitte der Stadt an. Dort werden alle touristischen Anschläge weltweit der letzten 60 Jahre gezeigt, ein spezieller Fokus auf Spanien und im speziellen aufs Baskenland. Trigger dort dafür war die gesellschaftliche Instabilität mit dem Ende des Franco-Regimes gepaart mit den Zeitsttömung der radikalen Durchsetzung von Partikularinteressen.

Zu Mittag gibt es noch ein paar lokale Köstlichkeiten wie Patatas bravas, Muscheln und Blutwurst, bis es zur nötigen Siesta geht.
Bevor wir diese in Angriff nehmen können, müssen wir noch in ein anderes Zimmer umziehen. Wegen Tagesbuchungen war das hochautomatisierte Hotel Hito nicht in der Lage, in diesem Fall dies in eine Buchung zusammenzufassen – und das Zimmer ist bei Ankunft noch nicht bezugsfertig.
Nach der Siesta kaufen wir noch Brot, Wurst und Käse ein und begeben uns mit einer Tasche gefüllt mit gekühlten Estrella Galicia zur Sonnenfinsternispaety auf einem abgeerntetem Getreidefeld, wo die Strohbalöen als ideale Sitzgelgenheit dienen für die Sonnenbetrachtung.


Die Sonne beginnt gegen halb acht vom Mond langsam bedeckt zu werden.

Um 20:00 war die Sonne schon fast halb verdeckt.




Das Bild der Corona war nur ohne Filter zu machen.

So eine anstrengende Session braucht natürlich den Beistand von gehopften Kaltgetränken mit interstellarem Beistand: Estrella Galicia- dem Stern Galiziens …

Fazit für heute: 11km, 40 hm. Totale Sonnenfinsternis. Drittes Pilgerziel erreicht.
Tolles Bild von der Korona! Hier zu Hause war die SoFi ja nur partiell, und bei uns sehr nah am Horizont, so dass wir nur das halbe Schauspiel beobachten konnten; dafür allerdings vergrößert in meinem Teleskop.
Sonnenfinsternispilgerei –
der letzte Schrei!
Mit Proviant ausreichend versorgt –
der Blick auf die Alkoholversorgung ist etwas besorgt –
ein Engpass wäre katastrophal –
wäre die Sonnenfinsternis noch so phänomenal!
Ohne ausreichend Flüssigkeit,
dörrt die Kehle schnell aus um diese Jahreszeit!
Zum Höhepunkt gab’s auch eine Korona, nur das Corona war nicht da! 😂