In der Frühe fuhren wir los Richtung dem Hauptort Morcenx. Für Alfons war dort der Bahnhof. Er war immer noch im Brandenburgmodus von gestern und trällerte das Lied, nachdem er es sich nach dem Aufstehen schon angehört hatte.
Am Stahlwerk verabschiedeten wir uns in „Brandenburg“, er fährt mit dem Zug zurück nach Brüssel, ich weiter Richtung Arcachon.

Die ersten zwei Stunden waren den Gestrigen sehr ähnlich, wieder Kiefern und Sand und Braun, unterbrochen durch Landwirtschaft bei wenig Verkehr.

Wir wunderten uns gestern schon, warum der Mais gekappt war: um die Selbstbefruchtung für die Saatpflanzen zu vermeiden.

Nach zwei Stunden nahm der Verkehr dramatisch zu, sodass ich mich 15 km vor Arcachon über die neben der Straße auftauchenden Radwege richtig freute.
Gut fünf Kilometer vorher schau ich auf das Handy, wo meine Familie ist. Sie schicken eine Position einer Lokalität am Hafen. OK, ich denke ein Aufruf von Google Maps bringt mich einfach dorthin, aber als die Navi wieder im Kreis hinaus führt, werde ich nach fünf Kilometer skeptisch: falsche Position. Also andere Position. Nun führt mich GoogleMaps in die richtige Richtung, jedoch durch den Vorstadtbahnhof mit Aufzug runter, auf dem anderen Gleis wieder hoch. Seit Jahren nix gelernt zum Thema Fahrradnavigation. Google in der Ausführung – ich, dass ich den Mist immer wieder benutze.
Schließlich komme ich dann an der „Hafenwirtschaft“ an und sehe meine Familie wieder. Alle freuen sich – es gibt viel zu erzählen auch von den Anreisen mit ihren Schwierigkeiten.

Ich esse Moules Frittes mit einem Glas Weißwein. Nach dem Einchecken gehen wir an den nahe gelegenen Strand.Ich werde den täglichen Blog damit nach 8 Wochen schließen, da meine Rückreise mit dem Rad hier endet.
Einige Gedanken beackere ich noch in der Nachbereitung. Also wenn ihr was spezielles wissen wollt, lasst es mich wissen …
Danke an alle, die diese Reise mir ermöglicht haben!

Fazit für heute: 98 km, 127 Höhenmeter.Bei der Familie zu sein, nach so langer Zeit ist schön.


Total succes Thomas !!! Congrats for such a big accomplishment.. not the first and not the last!! Such a journey !!! Wish you all the best .
Hi Thomas
Gratuliere zum Abschluss dieser tollen Tour!
Ich habe deinen Blog immer gerne gelesen!
Viel Spaß im Urlaub mit der Familie und liebe Grüße an Birgit
Congratulations! You made it — what a great achievement! 🎉
By the way, your son in the black T-shirt looks so much like you! Awesome! 😄
Gratuliere zu der tollen Tour! War schön, das hier auf Deinem Blog miterleben zu dürfen. Bis bald!
Geschafft – nun ist’s vollbracht!
Das war ein echter Kraftakt!
In Regensburg ist Thomas gestartet,
der Drahtesel tippt-toppi gewartet,
so rollerte er los Richtung Schweiz,
durch’s südliche Deutschland, das hatte seinen Reiz!
Die ersten Steigungen waren nicht der Hit,
Beine, Bauch und Po noch nicht fit 🙂
aber in der Schweiz wurde es schon besser,
die Strecke wunderbar, entlang vieler Gewässer…
Doch dann, im Kampf mit der Natur,
als er durch unwegsames Gelände fuhr,
in Frankreich auf Denis Spuren,
über Wurzelpfade, mit Blessuren,
und auch noch die Hitzeschlachten,
die Thomas schwer zu schaffen machten!
Jeder Schatten wurde gepriesen,
man muss ja die Pilgerei schließlich genießen 🙂
In Spanien ging zu Beginn recht zäh,
nach Wochen tat Thomas schon alles weh,
doch dann, in einer spanischen Druidenhöhle versteckt,
hat Thomas den Lebensretter entdeckt,
das spanische Dopingmittel – KAS,
jetzt gab er erst erst richtig Gas!
Leider wurde der Drahtesel nicht verwöhnt,
wenn er wieder streikte hat Thomas genervt gestöhnt,
Gangseil gerissen, im Regen stehen gelassen,
welch Umgang – ist das noch zu fassen!?
Schließlich, der Lohn aller Mühen,
Ankunft in Santiago dC im Mittagsglühen!
Mit allen Pilgerstempeln auf zur heiligen Stätte,
und zum Abschluss ein paar Gebete ???
Leider war damit die Qual noch nicht zu Ende,
also schwang Thomas sich auf das Rad behände,
– behände – hmmm – er kämpfte sich auf des Drahtesels Rücken,
und rollerte weiter, muss sich tief über den Lenker bücken.
An Spaniens Nordküste ist’s kein Zuckerschlecken,
die vielen Höhenmeter fordern den tapferen Recken,
jedoch, auf den letzte Kilometern, entdeckt er das laissez faire,
fährt tageweise nicht mehr weit, baded meist im Meer.
Durch das Baskenland gehts zurück nach Frankreich,
durch Wälder, an Pinien reich,
und finalement – Ankunft in Arcachon,
dort wartet die Family schon!
Sehr schön dein Reime,
Wie ich meine,
Werd ich sie missen,
Das sollst du wissen.