Mi.. Juli 29th, 2026

Aufgrund der gestrigen Hitze schwebte mir am zweiten Tag ein zeitiger Aufbruch vor. Also startete ich mit dem Frühstück gleich um sieben.Trotz meiner Bemühungen würde es mit anschließendem Zähneputzen, Einschmieren und Zusammenräumen dann doch wieder Viertelneun. (8:15).

Lech Richtung Mündung

Der Track führte mich in südwesliche Richtung, so dass Donauwörth dann letztendlich nicht auf meiner Route liegen wollte. Dem musste ich gegensteuern, denn ich wollte zumindest einen Pilgerstempel dort, den ich in der Touristeninformation bekam. Ich fragte den dortigen Angestellten was man in 30 min in Donauwörth alles gesehen haben sollte: Reichsstraße rauf, zwei Kirchen, Fuggerhaus, Kloster, alte Stadtmauer. Perfekt!

Die Mittagshitze wollte ich entgehen in Höchstädt an der Donau. Die Hälfte der Tagesetappe ist geschafft, die italienische Eisdiele am Marktplatz ist dafür ideal. Fast 2 Stunden raste ich bei einem Schokoeiskaffee und zwei alkoholfreien Weizen. Also ich mich wieder dem Fahren zuwenden will, sehe ich, das ählich schwarze Wolken wie gestern aufziehen: da kurble ich doch gleich weiter.

Der Pilger soll ja anderen Religionen tolerant und wohlgesonnen sein Mir eröffnet sich hinterLauingen ein römischer Tempel aus der Zeit um 160 n. Chr. https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo-Grannus-Tempel_%28Faimingen%29?wprov=sfla1

Ein rastender „hiesiger“ Radler erklärt mit die Zusammenhänge mit dem antiken Straßennetz.

Appollo-Grannus-Tempel

Das Wetter meinte es schließlich gut mit mir. Leichtes Tröpfeln setzten ein, was die Temperatur angenehmer machte.

15.km vor Ulm überfiel mich der Hunger. Gleichzei leuchtete ein Edeka-Zeichen auf: das was ich brauchte: Semmel, Wurst, Fanta und für Abend Rei in der Tube. Just als ich mit meinem Fanta an der Kasse stand, meldete sich Fabio, mit dem ich vor vier Jahren in Italien viele Fantas getrunken hatte – was für ein Zufall!

Gut gestärkt erreichte ich dann Ulm, kurze Dusche und dem Rat der jungen Hoteldame folgend: „Tanivera, das ist was für Sie, ein Italiener wo man am Bach sitzen kann.“

Dem konnte ich natürlich nicht wiederstehen: Vitello Tonnato zur Vorspeise, dann Tagliatelle con verdure, fast wie Radln in Italien. Das Tanivera ist dem Così in Regensburg ähnlich.

Tagelbilanz: 119 km , 550 hm, der Hitze entkommen und fast zurück in Italien ;-).

Von admin

3 Kommentare zu „Tag 2 Kampf der Hitze“
  1. Hallo Thomas,
    jetzt habe ich leider den Start verpasst – alles Gute auf Deiner Reise, toi, toi, toi…möge der Reifengott Dir wohlgesonnen sein 🤭
    Ich habe mir überlegt, wie ich Dich motivationstechnisch unterstützen kann – und da kam mir die Idee:
    In Anlehnung an die FPL Saga gibts jetzt als Premiere die Radler Saga…nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Getränk 🤣 – immer wenn ich einen Blogeintrag von Dir lese schreibe ich einen Schnipsel:

    Sommer ist‘s, der Asphalt glüht,
    Thomas ahnt was ihm da blüht,
    er ist jedoch ein echter Figther,
    er fährt weiter, immer weiter,
    er erreicht die Unterkunft mit letzter Kraft,
    prima, der dritte 😱 Tag ist geschafft! 😁

    Grüße und bis demnächst auf diesem Kanal
    Roman

  2. Das Wetter spielte leider in deiner ganzen Planung wohl nicht mit, aber schön, wie du vorankommst und auch so viele schöne Orte sehen kannst, ohne in ein Gewitter zu geraten!
    Und tatsächlich lerne ich hierdurch gerade, dass es Pilgerstempel gibt. Hatte ich bisher nicht gewusst! Weiterhin gute Reise!

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