Di.. Juli 28th, 2026

Am morgen war ich zur Frühmesse zum Orgeln eingeteilt: eine gute Gelegenheit für einen Pilgersegen für mich und mein Fahrrad von Thomas Köppl. Mein Radlpartner Andreas wollte mich für das erste Stück begleiten und wartete nach der Kirche schon bei mir zu Hause. Schnell noch umziehen, gemeinsam einen Espresso und los geht’s!

Die Schottenkirche war erstes Ziel, um dort den zweiten Pilgerstempel zu holen; den Ersten hätte ich mir schon von Pfarrer Hoch am Freitag in Burgweinting geben lassen. Angeblich bekommt man ihn im Priesterseminar. Mehrmaliges Läuten zeigte keinen Erfolg. So machten wir uns auf, einen kurzen Blick in die Kirche zu werfen.

Gleich am Eingang entdeckte ich ein Stempelkissen mit Stempel und konnte zur Tat schreiten.

Beim Eindrücken des Stempels tauchte durch die Kirche ein Gesicht auf, das ich kannte: Professor Hans Maier, mit dem zusammen ich Diplomarbeiten vor vielen Jahren betreut hatte. Er wähnte mich schon im Ruhestand, nach kurzem Update ließ er noch einen Gruß an Wolfgang Bleicher ausrichten, den ich mit dem Blog an ihn weitergebe.

Die Strecke anschließend verlief auf bekanntem Terrain. Schon viele Male sind wir auf Trainingsausfahrten diese Strecke gefahren. Andi fuhr voraus zuerst mit einem 25er Schnitt, den er dann noch um 2 km steigerte. So erreichten wir Kehlheim um dreiviertel zwölf, was für ein Mittagessen noch zu früh war; also weiter bis Weltenburg. Zuerst wollte Andi bis Ingolstadt mitfahren und dann mit dem Zug nach Hause – jedoch schien uns die Variante mit einer Einkehr mit Weltenburger Dunkel die bessere Variante mit anschließender Runde Richtung Burgweinting.

In der Klosterkirche in schönstem Asam-Barock mussten wir eine Kerze anzünden.

Ich holte noch den Pilgerstempel, den ich im Klosterladen erhielt. So konnten wir mit dem Glukoseaufbau im Blut und der Zuführung von Elektrolyten in brauner Farbe weitermachen.

Ein anstehendes Gewitter ließ die Bedienungen unruhig werden und sie drängten zum Abkassieren. Aus der längeren gemütlichen Pause würde also nichts. Kurz nach eins saßen wir wieder im Sattel. Andi nahm die Weltenburger Fähre – ich suchte den Weg weiter Richtung Ingolstadt und dann bis Neuburg, noch knapp 70 km, was ich mir für den Nachmittag vornehmen wollte. So befand ich mich auf einer Strecke mit Wiedererkennungsmomenten: mit meinen Söhnen Michael und Philipp hatte ich die Route der Navi in großen Teilen auf einer Tour ins Legoland in deren Grundschulalter schon erlebt.

Als erstes tauchte das Römerlager Einig auf.

Etwa 15 km vor Neuburg setzten dann Motivations- und Dehydrationsphänomene ein: einfach zu bekämpfen in einem nahenden Biergarten mit Eiskaffee mit Schokoeis und einem anschließenden alkoholfreiem Weizen. Den auch links und rechts auftürkenden Gewitterwolken konnte ich in der Mitte elegant entkommen.

Kurz vor Neuburg tauchte noch das Schloss Grünau auf.

Die Aufnahme im Hotel erfolgte zügig.Die bekannten Rituale setzten wieder ein:Duschen, elektronische Geräte laden, Stadtspaziergang.

Innenstadt von Neuburg

Kurz darauf könnte ich im Gasthof zur Traube einen Schweizer Wurstsalat – Vorbereitung aufs nächste Land auf der Route.

Somit sind es heute dann 113 km mit über 600 hm geworden – kann sich sehen lassen für den ersten heißen Tag.

Von admin

7 Kommentare zu „Los geht’s!“
  1. Servus Thomas, Glück gehabt gestern mit dem Wetter. Keine Dusche von oben durch Gewitter. Das hält hoffentlich bis zum Ziel.
    Grüße Rainer

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