Sa.. Sep. 12th, 2026

Jeder hat den Namen Santander schon mal gehört in Zusammenhang mit der Bank. Wir hatten mal für kurze Zeit von der Firma unser Kreditkartenkonto dort ( wie schon bei vielen Banken) . Viel vom alten Santander, das das Tor zum Handel mit der neuen Welt war, wurde während des Bürgerkrieges 1936/37 und bei einem Brand 1941 zerstört. Deshalb werde ich nur durchrollern. Auch dort waren die Übernachtungspreise über meinem Budgetlimit, weshalb ich mir was fast 10 km außerhalb suche, um eine Übernachtung für die zwei Etappen mit mehr als 100 km nach Bilbao zu haben.

Am Abend vorher ist ein Regenschauer niedergegangen. Da das Rad draußen gestanden ist, ist es etwas nass geworden. Ich starte mit leerem Bauch vom Hostel und fahre Richtung Hauptstraße. Das Terrain ist heute flacher, ich komme gut am Meer voran.

In etwa 25 km finde ich in Unquera eine Zuckerbäckerei mit angeschlossenem Café, Zeit den Unterzucker zu bekämpfen.

Zwei Motorradfahrer fürchten, dass es heute Regen gäbe – ich muntere sie auf, dass es nicht so schlimm kommt wue meistens angenommen. In meinen 45 Tagen hatte ich nur 15 min Niesel. Jedoch scheine ich etwas zu optimistisch gewesen zu sein. Kurz nach der Abfahrt setzt leichter Nieselregen ein, der zunehmend stärker wird. An einem Kreisel für Hauptstraße und Autobahn ist ein großes Fernfahrercafé, in das ich mich zum zweiten Kaffee und Hörnchen flüchte, um den Regen vorüberziehen zu lassen. Nach dreißig Minuten kann es weitergehen.

Als nächster größerer Ort kommt San Vincente della Barquera, ein schöner Hafenort, der gerade von allen möglichen Urlaubern incl. Wohnmobilen heimgesucht wird. Also nichts wie weiter.

Ich habe gesehen, dass Altamira auf dem Weg liegt, wenn ich über Cosmillas fahre. Gleich hinter Unquera hat sich die nächste spanische autonome Region Cantabria reingemogelt, ohne Schild an der Straße. Ich merke es erst später vor Cosmillas, dass die Regionalstraßen mit CA- beginnt.

Cantabria ist eine der kleinsten Regionen: gut 500 Tausend Einwohner, Landschaftlich sehr unterschiedlich ( 280 km Küste, höchte Erhebung >2600, im Inneren köntinental-mediterranes Klima), Hauptstadt Santander.

Cosmillas ist ein geschichtsträchtiger Hafenort mit einem Schloß und den Resten einer gothischen Kathedrale am Friedhof.

Da es noch nicht eins ist, trete ich weiter bis Santillana del Mar und von dort weiter bis Alttamira. Als ich dort ankomme, ist außen schon angeschrieben:.“Tickets sold out“. Online gibt’s die nächsten Eintrittskarten in 2 Wochen …

Den Tipp von Santillana hatte ich von Constantin, auch er wollte sich Altamira anschauen. Also wollen wir uns auf ein Bier in Santillana treffen. So richtige Bars wie anderswo scheint es dort nicht zu geben, aber bei einer Kebabbude gibt’s Bier und auch noch einen Döner dazu zur Stärkung.

Constantin hat Probleme, einen Parkplatz für das Wohnmobil zu finden. Der Ort ist in der ersten Augustwoche total überlaufen. Dazu eckt noch sein Rücklicht an einem anderen Fahrzeug an. So kommt er etwas verspätet. Wir beide freuen uns, bekannte Gesichter wieder zu sehen und nehmen den Gesprächsfaden vom letzten Mal wieder auf.

Es ist schließlich dann schon nach fünf und ich muss weiter zur Unterkunft in der Nähe von Santander. Verschiedenste Höhenmeterextras sind auf der Hauptstraße noch eingebaut. Dort komme ich dann nach halb acht an. Auf meinen Hundeblick hin, dass ich Hunger hätte zaubert die Barfrau noch eine Tortilla aus dem Hut, obwohl die Küche abends dicht ist, das Caña beruhigt und nährt zusätzlich.

Fazit für heute: 113 km , 1529 Höhenmeter. Altamira hätte ich schon gern gesehen …

Von admin

3 Kommentare zu „Tag 46: Richtung Santander“
  1. It was nice seeing you again for a 1906 and a little bit of chitchatting ! I arrived in Santander ,fixed my tail light and the day is gone ! Good luck on your journey and safe roads ! All the best

  2. Ein abwechslungsreicher Tag,
    der wettertechnisch nicht ganz überzeugen vermag,
    zumindest für die Gaumenfreuden ist gesorgt,
    mit Kaffee und Croissant ist man gut versorgt! 🥐
    Unquera, San Vincente und Cosmillas –
    hier nur ein Rundgang, zum Glück ist es nicht naẞ,
    weiter nach Santillana und Altamira,
    Tickets gibt’s keine – aber vielleicht Bira? 😃
    Im Kampf mit den Wohnmobiltouristen,
    müssen die beiden in der Dönerbude ihren Aufenthalt fristen,
    auch in der Unterkunft gibt’s nur ein frugales Mahl – ohne Bier,
    das ist echte Pilgerei, das Lob ich mir!!! 😂

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