Heute ist der 1. August, erster Ferientag in Bayern und mein zweiter Sabatmonat beginnt. Zumindest funktioniert das mit dem Sabatical: Gehalt wurde gestern überwiesen.
Ich starte heute im Nieselregen, Bewässerung für die grüne Vegetation.

Da unterwegs keine ansprechende Bar auftaucht, trete ich durch bis Aviles. Ich sehe eine total aufgeräumte, saubere Stadt. Ich dachte, es wäre das Industriezentrum Asturiens. Das Wetter erinnert mich an Herbst. In einem Café am Park gibt es einen Cafe con leche und ein Croissant. Ich beobachte die Menschen, die durch den Park Richtung Stadt sich bewegen. Alle sind am Samstagvormitag beschäftigt, erledigen Einkäufe und drehen sich um sich selbst, keine übliche Gelassenheit, wie ich sie sonst erlebt habe.
Bei der Einfahrt in die Stadt habe ich gemerkt, dass ich nicht mehr in die kleinsten Gänge schalten kann. Wahrscheinlich hat sich das Gangseil gelöst. Beim Café hab ich die Möglichkeit die Hände zu waschen, also reparieren ich gleich hier und es klappt.
Aber zuerst mal durch die Stadt rollern. Vorschlag aus dem Netz: Historische Altstadt und Oskar- Niemayer-Kulturzentrum.
Die Hauptstraße war die letzten 15 km so gräuslich, dass sogar ich mir als Hauptstraßenfahrer den Küstenweg bis Gijon später vornehme.


In Aviles sticht mir zuerst die neogothische Kirche Tomas de Cantabury ins Auge. Ich bewege mich weiter Richtung historischer Altstadt.

Ich treffe auf die romanische Kirche San Nicolo de Bari, ein früheres Franziskusklister,

mit einem historischem Brunnen vor dem Eingang.

Überrascht bin ich von der schönen und großen Altstadt, was ich für eine Industriestadt nicht erwartet hatte.

Auch das Oskar-Niemayer-Kulturzentrum ist einziger europäischer Bau des brasilianischen Architekten in Europa.
Doch die Industrie ist schon vom Hafen aus zu sehen:

Ich radle dann weiter Richtung Gijon. Nach kirchlich-mittelalterlichen Kathetralen und Strandkathedralen komme ich jetzt an den Schwerindustriekathedralen vorbei. Ich fühle mich wie im Ruhrgebiet der achtziger Jahre.


Ich finde dann ab Stadtbeginn von Gijon über Radwege zum Hotel Gijon.
Beim Check-In unterhalte ich mich ein wenig mit dem Concierge. Luis ist Historiker und liebt die deutsche Geschichte vor dem zweiten Weltkrieg. Er interessiert sich für alles, was zwischen Napoleon bis nach dem ersten Weltkrieg geschah. Kartenmaterial, historische Ereignisse alles. Wir fachsimpeln ein wenig über Bismark und die Reichsgründung und ich zeige ihm Rainers Geschichtsrätselkanal auf WhatsApp- hm… deutsch kann er keins. Den zweiten Weltkrieg sieht er als nicht so interessant an. Ich entgegne ihm, dass man zumindest Geschichten von oder über die Großeltern kenne und es dadurch interessant werde. Auch sein Urgroßvater ist in Guernica umgekommen,.wieder sich herausstellt.

Er ist ziemlich beschäftigt an der Rezeption, so verziehen ich mich auf mein Zimmer zum Duschen und Waschen.
Nach dem Frischmachen ziehe ich durch die Altstadt. Gijon. Es ist eine abwechslunsreiche Stadt, eingefasst von Sporthafen und Badestrand,


Es taucht wieder ein Pelagius auf, nicht zu verwechseln mit dem Mönch mit den Lichtern, der Santiago zur Bedeutung verholfen hat. Dieser war westgotischer Adeliger, der im Krieg gegen die Mauren im 8. Jahrhundert das Königreich Asturien gegründet hat.

Den Möwen sind die ganzen historischen Herren Wurscht, Octavian hat hier einen Platz erhalten wegen der Ruta d’oro im römischen Reich von hier nach Andalusien.

Die Kirche del Sagrado Corazon wird als die Sixtinische Kappelle Asturiens bezeichnet.

Die Stadt ist eineinhalb mal so groß wie Regensburg, dementsprechend groß und abwechslungsreich ist die Innenstadt, die 70% der Bevölkerung umfasst.

Fazit für heute: 54 km, 649 Höhenmeter. In Gijon könnte man gut und gerne 3 Tage mit Strand und Kultur verbringen.
Auf nach Gijon, im leichten Regen,
Hauptsache auf keinen Schlammwegen!
erster Stopp in Aviles,
zum Bestaunen gibt es vieles,
Kirchen und die wunderbare Altstadt,
sowie die Oskar-Niemayer-Wirkstatt!
Anschließend weiter nach Gijon,
bei der Ankunft an der Rezeption,
auf einen Plausch mit dem Concierge,
danach zum Sightseeing, vergiß nicht die cierge!
Gijon , das ist ja ziemlich geschichtsträchtig,
mit vielen Denkmälern, ganz prächtig!